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Gleichberechtigung
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Ich habe einen Traum:
Frauen, Mädchen, Männer und Jungen bekommen gleiche Rechte

Gleichberechtigung der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Generation ist ein bedeutendes und wichtiges Thema. Doch in der gängigen Diskussion wird die Gleichberechtigung in Deutschland als Einbahnstraße gelebt. Unter Gleichberechtigung werden nur Themen zugelassen, bei denen es um Benachteiligungen für Frauen und Mädchen geht. Es ist sicherlich sehr wichtig, da wo Frauen benachteiligt sind, dagegen zu kämpfen. Es kann aber nicht rechtfertigen, dass in immer mehr Bereichen Jungen und Männer benachteiligt werden.
Besonders für Jungen ist es heute sehr schwer ihren Weg zu finden und ihre Chance zu bekommen.
 
1.Mütter und Väter erziehen unterschiedlich. Daher ist es wichtig, dass Kinder beides kennen und schätzen lernen.
2.Jungen und Mädchen haben keine männlichen Vorbilder mehr, da es in der Erziehung fast keine Männer gibt und Väter systematisch aus
der Erziehung ausgeschlossen werden.
3.Jungen werden von den staatlichen Erziehungsorganen nicht mehr ausreichend gefördert, weil die überwiegend weiblichen Erzieher/innen
und Lehrer/innen in der Regel nicht in der Lage sind, sich in die Entwicklungsphasen von Jungen reinzuversetzen.
4.Jungen haben keine Lobby. Erzieher und Lehrer, gerade in der wichtigen Entwicklungsphase bis zum 10. Lebensjahr gibt es kaum. Es gibt
auch nur wenige Mütter und Väter, die in dieser Zeit für die Kinder da sind. Die Väter die aktiv sind werden vielfach von den Müttern, und
bei Trennung und Scheidung von den Gerichten aus der Erziehung heraus gedrängt.
5.Unsere Gesellschaft geht davon aus „Mutter und Beruf geht, „Vater und Beruf geht nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber
schon lange das Gegenteil ergeben. Ein-Eltern-Familien mit Vätern sind nach diesen Erkenntnissen die besseren Ein-Eltern-Familien, vor
allem für die Kinder.
6.Es ändert sich nichts, solange die Väter aus der Erziehung ausgegrenzt werden. Jungen lernen nicht, wie Vater sein funktioniert. Mädchen
erfahren nicht, dass der Vater für sie wichtig ist und Erziehung genauso gut kann wie die Mutter. Mädchen können dies dann auch später
nicht auf den Vater ihrer Kinder übertragen, weil Ihnen eine wichtige Erfahrung fehlt.
 
Wo liegen die Ursachen für eine solche Entwicklung?
 
Männer werden aus der Erziehung von Kindern raus gedrängt. Viele Frauen sehen die Erziehung der Kinder als ihre Machtdomäne an, die sie bis aufs Messer verteidigen. Jungen fehlt die Erfahrung mit männlichen Vorbildern, die sich um Erziehung kümmern. Dazu kommt noch der gesellschaftliche Druck von außen. Jungen wird klar gemacht, dass Erziehung keine Aufgabe für sie ist. Wenn wir unseren Kindern Geschichten aus Kinderbüchern vorlesen, sind die Rollen klar verteilt. Mutter kocht, bastelt die Schultüte und am ersten Schultag erwartet das Kind eine Lehrerin und eine Rektorin. Der Vater bekommt allenfalls eine Alibirolle. Im Kinderbuch über die Feuerwehr gibt es dafür nur Männer. Hier werden Fehlentwicklungen bewusst gesteuert.
Die fehlenden männlichen Vorbilder und das gesellschaftlich vermittelte Bild von Mann und Frau werden es Jungen ihr Leben lang schwer machen, sich um erzieherische und familiäre Belange zu kümmern. Mädchen die im o. g. erzieherischen Kontext aufwachsen haben gar keine Chance sich mit gelebter Gleichberechtigung auseinander zu setzen. Für sie wird Gleichberechtigung immer das bleiben was es heute ist, ein Geschlechterkampf.
Es geht darum Mädchen und Jungen eine gerechte Form der Gleichberechtigung zu vermitteln. Aber auch dazu brauchen Mädchen und Jungen Vater und Mutter als Vorbild.
Wenn ein Elternteil nicht in der Lage ist Kindern den Zugang zu beiden Eltern zu gewähren ist dieses Elternteil nicht erziehungsgeeignet weil die Vorbildfunktion gänzlich fehlt. Hier ist dringend ein Umdenken erforderlich.
 
Nur gelebte Gleichberechtigung beider Geschlechte unter Einbeziehung der Generationenzugehörigkeit kann faire Gleichberechtigung sein
 
Es gibt immer stärker die politische Forderung, Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft zu bringen. Diese Forderung ist durchaus richtig und erstrebenswert. Die Art der Umsetzung die hier von Seiten der Politik angestrebt wird muss aber hinterfragt werden.
Fakt ist, dass für Führungs- und Leitungsaufgaben nicht nur eine fundierte Ausbildung erforderlich ist sondern auch Lebens- und Berufserfahrung und damit auch ein gewisses Lebensalter. Auf Grund der Lebens- und Erziehungsmaßstäbe vorhergehender Generationen sind Führungspositionen in der Industrie überwiegend mit Männern in der Altersgruppe 45 – 65 Jahre besetzt. Dies lässt sich auch auf Grund arbeitsrechtlicher Grundsätze nicht von heute auf morgen ändern. Wollte man dies mit der vielfach geforderten Quote ändern gäbe es zwei theoretisch mögliche Varianten:
 
Erste Variante:
 
Man entlässt die Hälfte aller männlichen Führungskräfte und stellt dafür Frauen ein.
 
Dies wäre arbeitsrechtlich aber auch moralisch nicht tragbar. Abgesehen davon stellt sich die Frage ob auf Grund der gesellschaftlichen Maßstäbe früherer Generationen überhaupt genug ausreichend qualifizierte Frauen aus- und fortgebildet wurden, die diese Aufgaben auch wahrnehmen wollen.
 
Die zweite momentan bevorzugte Variante ist:
 
Man stellt solange nur Frauen für freiwerdende Führungspositionen ein, bis die Quote erreicht ist.

Hier schneidet sich die Gleichberechtigung der Geschlechter mit der Gleichberechtigung der Generationen. Wenn ich von der Industrie verlange, dass die Führungsgremien der Firmen paritätisch von Frauen und Männern besetzt werden muss ich dies auch mit der Zugehörigkeit zur Generation koppeln. Sonst hätte dies zur Folge, dass Führungsaufgaben nicht in erster Linie nach der Qualifikation sondern nur noch nach dem Geschlecht besetzt würde. Den Frauen in Führungspositionen würde dies erheblich schaden, weil nicht mehr ihre hervorragende Leistung im Mittelpunkt der Betrachtung stünde, sondern nur noch ihr Geschlecht. Jungen Männern würde dies genauso schaden weil sie auf Grund fehlender Perspektiven die Motivation zu guter beruflicher Leistung verlieren.
 
Deutschland schadet eine solche Entwicklung weil die Innovationskraft einem unnötigen Geschlechterkampf geopfert wird.
 
Bei der Gleichberechtigung in der Ein-Eltern-Familie ist das einfacher. 98% der Ein-Eltern-Familien werden von Frauen geführt. Dies hat in den überwiegenden Fällen nichts mit Fähigkeiten oder dem Kindswohl zu Tun. Bei den betroffenen Müttern sind es erfahrungsgemäß starke finanzielle Interessen, die dort eine Rolle spielen. Die Gerichte machen zwar die meisten Entscheidungen am Kindswohl fest. Bei näherer und vor allem neutraler Betrachtung ist dies aber nicht haltbar weil die Gerichte davon ausgehen, dass das weibliche Geschlecht als Qualifikation für Mütter ausreicht. Väter müssen nachweisen, dass Sie die besseren Erzieher sind damit die Kinder bei Ihnen leben dürfen. Dies wird den Vätern aber noch dadurch erschwert, dass Richter aber vor allem Richterinnen Zeugen, die die Erziehungstätigkeit des Vaters während der Ehe bestätigen, zu diesem Thema nicht anhören und alles daran setzen den Kontakt zwischen Vätern und Kindern zu erschweren.

 
Was können wir tun?
 
Wir brauchen in Deutschland eine ausgewogenere Sicht auf die Gleichberechtigung. Das Thema ist nicht nur schwarz oder weiß sondern besitzt eine erfrischende Vielfalt die wir nur durch innovatives Denken und die offene Diskussion in unserem Land bewältigen können. Jungen und Mädchen brauchen gleiche Rechte und Möglichkeiten. Sie müssen Gerechtigkeit erleben um Gerechtigkeit zu leben.
 
Mein Appell an alle Eltern:
 
1.Väter kümmert Euch, aktiver Vater zu sein macht Spaß und bringt viel Freude. Lasst Euch auf Eure Kinder ein, Ihr könnt viel Erfahrung
dabei sammeln und auch das Eine oder Andere von ihnen lernen.
2.Mütter lasst das Kümmern der Väter zu. Es kommt Euren Kindern zu Gute. Kinder brauchen beide Elternteile. So gut ihr es auch meint, Ihr
werdet den Vater nie ersetzen können.
3.Väter und Mütter erziehen anders, aber nicht besser oder schlechter. Gerade das macht es so wichtig, dass Kinder beides kennen lernen.
4.Ein Kind lebt und lernt aus seiner Umwelt. Gebt Euren Kindern die Chance Mutter und Vater zu erfahren um die eigene Rolle im Leben
und Arbeiten zu finden.
5.Jedes Kind, ob Mädchen oder Junge hat seine Fähigkeiten und Schwächen. Gebt Euren Kindern die Chance auf Bildung, berufliche und
persönliche Entwicklung, unabhängig vom Geschlecht.
 
Mein Appell an unsere Gesellschaft:
 
1.Macht Gleichberechtigung nicht zu einer Einbahnstraße.
2.Fördert Jungen und Mädchen.
3.So wie Technik und Geschäftsführung keine reine Männersache ist, ist auch Erziehung und Kinderbetreuung keine reine Frauensache.
4.Gebt Jungen und Mädchen die Chance sich nach ihren persönlichen Neigungen zu entwickeln. Die Neigungen, die ihrem Geschlecht
zugeschrieben werden, dürfen keine Rolle spielen. Neigungen sind nicht geschlechtsabhängig angeboren, sie werden durch Erziehung
und Erleben aus den gegebenen Anlagen entwickelt.
5.Es darf nicht sein, dass Fehler oder falsche Überzeugungen anderer Generationen zur Benachteiligung und Diskriminierung führen. Macht
nicht den Fehler  geschlechterspezifische Benachteiligungen aus der Vergangenheit mit entgegengestzter geschlechterspezifischer
Benachteiligung in der Zukunft zu kompensieren.
 
Meine Fordeung an die Politik:
 
1.Ich fordere Gleichberechtigung für Väter. Notfalls auch über eine Quote. Ein-Eltern-Familien mit Vätern und Ein-Eltern-Familien mit
Müttern müssen mindesten einen 30%-Anteil haben. Das Kindswohl muss berücksichtigt werden, darf aber nicht, wie momentan üblich,
nach dem Geschlecht des Elternteils definiert werden.
2.Macht die Erziehung als Beruf auch für Männer attraktiv. Bringt den Männern rüber, dass ihr Engagement in der Erziehung gewünscht ist.
Hört auf, Männer und Väter, die sich um die Erziehung bemühen, zu diskriminieren.
3.Getrennt lebende Eltern müssen gesetzlich verpflichtet werden den Zugang zu beiden Elternteilen zu gewähren. Was das jeweilige
Elternteil dazu beiträgt muss als starkes Kriterium der Beurteilung des Kindswohls definiert werden. Wenn ein Elternteil nicht in der
Lage ist Kindern den Zugang zu beiden Eltern zu gewähren ist dieses Elternteil nicht erziehungsgeeignet weil die Vorbildfunktion
gänzlich fehlt.   
 
Meine Damen und Herren, wir laufen hier in eine erhebliche gesellschaftliche Fehlentwicklung rein, die nur durch faires und offenes Handeln gestoppt werden kann. Helfen Sie mit ein Umdenken zu einer gerechteren Welt für unsere Kinder zu erreichen.
 
Vielen Dank.
 
Johannes Fels
 
 
 
Der Autor Johannes Fels lebt in Sindelfingen. Der freie Ingenieur ist in seiner Freizeit in der evangelischen Kinder und Jugendarbeit und als Kirchengemeinderat tätig.
Er war seit der Geburt seines ersten Kindes 1996 sehr bewusst in seiner Vaterrolle aktiv. Nicht nur als Vater in der Krabbelgruppe, dem Kinderturnen und Kinderschwimmen sondern auch als Lesevater oder beim gesunden Pausenfrühstück in der Grundschule hat er sich für seine Kinder eingesetzt. Da er seine Kinder im eigenen Büro betreuen konnte und seine Frau eine Industriekariere anstrebte, hat er die Kinder während der Ehe überwiegend betreut.
Nach dem Fremdgehen seiner Frau, das zur Trennung führte musste er erfahren, dass ein aktiver Vater von den Gerichten offen diskriminiert wird, weil er nicht in die gängige Vorstellung passt.
Johannes Fels verfolgt seit Jahren diese starke Fehlentwicklung die die Chancen und Möglichkeiten von Jungen und Vätern stark beeinträchtigt. Deshalb kämpft er für wirkliche Gleichberechtigung, die nicht auf dem Rücken eines Geschlechtes oder einer Generation ausgetragen werden darf.